Der Immobilienmakler

einige Informationen zum Beruf und Aufgaben des Immobilienmaklers

Der Beruf des Immobilienmaklers

Wer sich entscheidet, Immobilienmakler zu werden, muss mit einem fundierten Fachwissen aufwarten können. Die Kenntnisse eines professionellen Immobilienmaklers umschließen sowohl das Immobilienrecht als auch die Entwicklung des Immobilienmarktes und der Immobilienpreise. Dieses Wissen kann der Interessierte sich auf verschiedenen Wegen aneignen.

Einige Hochschulen bieten Studiengänge mit dem Hauptfach >Immobilienwirtschaft< an. Die Regelstudienzeit beträgt 24 Monate. Das geforderte Know-how kann man sich aber auch bei einem Lehrgang an der IHK aneignen oder einen Fernlehrgang bei diversen Anbietern absolvieren. Diese Lehrgänge sind auf einen Zeitraum von 12 Monaten angelegt. In der Ausbildung müssen die angehenden Immobilienmakler sich mit den verschiedenen Rechtsgebieten auseinandersetzen, die für ihren zukünftigen Beruf wichtig sind.

Im Einzelnen werden in einem Lehrgang zum Immobilienmakler die folgenden Fächer abgedeckt:

  • Grundbuchrecht
  • Mietrecht
  • Baurecht
  • Notarrecht
  • Vertragsrecht.

Daneben gehören aber auch das Finanzwesen und das Steuerrecht zu den Lehrgangsinhalten, da ein Immobilienkauf immer wieder Fragen aus diesen Bereichen aufwirft.

Die Teilnehmer werden bei dieser Fortbildung aber auch mit ihrem unmittelbaren Arbeitsalltag konfrontiert. Die einzelnen Arbeitsprozesse werden ihnen von der Objektaufnahme bis zur Verkaufsabwicklung in diversen Fallstudien Schritt für Schritt nahe gebracht. Aber auch der Absolvent muss sich später immer wieder über aktuelle Gesetzesänderungen und neue Urteile auf dem Laufenden halten, damit er seinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Eine weitere Voraussetzung, die der Immobilienmakler mitbringen muss, liegt in seiner Person. Er darf nicht vorbestraft sein. Dies bedeutet, dass er mindestens in den letzten fünf Jahren weder wegen Untreue, Diebstahl oder Unterschlagung aufgefallen ist und auch keine Straftat das Insolvenzrecht betreffend begangen haben darf. Ein hohes Engagement und der feste Wille, sich in seinem Fach immer wieder auf etwas Neues einzustellen, runden sein Profil ab.

Um nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs zum Immobilienmakler mit seiner Arbeit beginnen zu können, benötigt er eine behördliche Maklererlaubnis und einen Gewerbeschein. Beide Dokumente erhält er bei seinem Gewerbeamt. Sobald er diese Dokumente in Händen hält, kann der Immobilienmakler aktiv werden. Dabei ist es ihm freigestellt, ob er in einer Festanstellung tätig ist oder ob er sich selbstständig macht.

 

Die Aufgaben des Immobilienmaklers

Der Immobilienmakler wird während seiner Tätigkeit mit allen Dingen betraut, die sich um den Kauf einer Immobilie abspielen. Zunächst besichtigt er das zum Verkauf stehende Objekt. Im Anschluss an die Besichtigung fertigt er in einem Expose eine detaillierte Beschreibung dieses Objektes an. Im weiteren Verlauf kümmert er sich um die Bekanntmachung des Verkaufs dieser Immobilie. Hierzu schaltet er Anzeigen in Zeitungen und im Internet. Sobald sich die ersten potenziellen Käufer melden, vereinbart er eine Objektbesichtigung und steht den Leuten für alle Fragen zur Verfügung. Hierfür muss er beispielsweise nicht nur wissen, wie hoch die Grunderwerbsteuer für das Objekt ist, sondern auch, wie hoch die jährliche Grundsteuer ist, die der spätere Eigentümer aufbringen muss.

Zu dem Immobilienmakler kommen aber auch Personen, die beabsichtigen, eine Immobilie zu verkaufen. Der Makler schaut sich in diesem Fall das Objekt an und berät mit seinen Kunden, welchen Preis sie für das Objekt erzielen können.

Unerheblich ob als Käufer oder Verkäufer steht für die Kunden auch die Frage an, was es kostet, wenn sie einen Immobilienmakler beauftragen. Die Kosten für die Beauftragung des Maklers liegen erst mal bei null Euro. Denn der Makler erhält seine Provision erst, nachdem er seinen Auftrag erfolgreich abgeschlossen hat. Dies bedeutet z.B., wenn ein Makler über längere Zeit vergeblich nach der Traumimmobilie für einen Kunden gesucht hat und auch keine Alternativen anbieten kann, bekommt er gar kein Geld. Es ist aber ebenso möglich, dass der Makler schon nach einem Tag das geeignete Objekt präsentieren kann. In diesem Fall erhält er die vorher vereinbarte Maklerprovision natürlich sofort.